Bericht 1975

Eintrag 206

BERICHT über die musikwissenschaftlichen Arbeiten in der Deutschen Demokratischen Republik

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Zum Bericht 1975

Michel, Paul: Pädagogische Aspekte des Musiklebens in der DDR. - In: Musik und Bildung. 7 (1975) 2, S. 75-81.

Auch das Musikleben in der DDR dient dem allgemeinen volksbildnerischen Endziel, bei Beseitigung jeglicher Bildungsprivilegien alle Menschen zu allseitig gebildeten, harmonischen Persönlichkeiten zu formen. Es mißt deshalb der Förderung des geistig-kulturellen Lebens der Arbeiterklasse, der musikalischen Entwicklung der Landbevölkerung und der Herausbildung enger Partnerschaftsbeziehungen zwischen Arbeitsbrigaden und Musikschaffenden große Bedeutung zu. Im einzelnen wird u. a. die erzieherische Funktion der 83 staatlichen Orchester, der 924 Kultur- und Klubhäuser und der eigenschöpferischen musikalischen Tätigkeit in Laienkunst-Kollektiven (Arbeiter-Sinfonieorchester, Arbeiteropern, Laienchöre und -ensembles usf.) gekennzeichnet. Berufsmusiker, Musikerzieher und Musikwissenschaftler werden bereits im Studium oder - wie auch dazu befähigte Laien - durch Kurse beim Zentralhaus, bei den Bezirks- und Kreiskabinetten für Volkskunst für ihre leitende Tätigkeit im Laienschaffen qualifiziert. Schließlich wird gezeigt, welchen bedeutenden Beitrag das gesamte Musikleben zur musikalisch-ästhetischen Erziehung von Kindern und Jugendlichen in Zusammenarbeit mit der schulischen Musikerziehung leistet.

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