Bericht 1972

Eintrag 191

BERICHT über die musikwissenschaftlichen Arbeiten in der Deutschen Demokratischen Republik

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Zum Bericht 1972

Michel, Paul: Tüchtig und glänzend. Hundertjähriges Jubiläum der Musikhochschule "Franz Liszt" in Weimar. - In: Musik und Gesellschaft. 22 (1972), S. 449-456.

Es wird im Überblick die Entwicklung des Weimarer Instituts von der Gründung als erste deutsche Orchesterschule im Jahre 1872 bis zur umfassenden, der allseitigen und harmonischen sozialistischen Künstlerpersönlichkeit dienenden Musikhochschule in der DDR aufgezeigt, Den Schwerpunkt der Darstellung bildet die Gründungsgeschichte der Hochschule, deren ursprüngliche Zielstellung in der Ausbildung des Orchestermusiker-Nachwuchses sich folgerichtig aus den erhöhten Anforderungen des bürgerlichen Musiklebens in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts ergab. Es werden der wesentliche Anteil Franz Liszts an der Gründung, die Erweiterung des Instituts unter seinem ersten Direktor Prof. Carl Müllerhartung durch eine Abteilung zur Ausbildung von Klavierpädagogen (1876), durch die erste deutsche Opernschule (1885) und die erste deutsche Theaterschule (1899) sowie durch die Aufstockung von Meisterklassen für Klaviery Violine und Komposition (1926) und die Errichtung einer Abteilung für Schulmusikerzieher (1929) während des Direktorats von Prof, Hinze-Reinhold besonders herausgearbeitet. Der Arbeit sind ein wenig bekanntes Foto des älteren Liszt (nach 1882) und die Reproduktion des Ehrenbürgerbriefes der Stadt Weimar von 1860 beigefügt.

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