Bericht 1968

Eintrag 121

BERICHT über die musikwissenschaftlichen Arbeiten in der Deutschen Demokratischen Republik

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Zum Bericht 1968

Michel, Paul: Ergebnisse musikpsychologischer Forschungen über den Einfluß von Rundfunk und Fernsehen auf die musikalische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und Folgerungen für die Musikerziehung in der Schule. - In: Musik in der Schule. 19 (1968), S. 452-459.

Ausgehend von der Vorzugsstellung des Musikhörens in Rundfunk und Fernsehen im Freizeitraum von Kindern und Jugendlichen, werden die Hörprobleme dargestellt, die durch die Bewältigung eines umfangreichen Hörprogramms bei eindeutiger Bevorzugung der Tanzmusik, des Jazz, des Chansons und des Songs entstehen. Gleichzeitig wird die relative Kluft zwischen dem Musikhören in der Schule und der "umgangsmäßigen" Hörwelt der Kinder gekennzeichnet. Schließlich wird anhand von Forschungsergebnissen nachgewiesen, wie das relative Nebenbei-Hören von Musiksendungen, so beim Erledigen von Schulaufgaben, das bloße passive Hören fördert. Es wird als entscheidendes Ziel der schulischen Musikerziehung die Erziehung eines aktiven Hörers begründet, der sich der großen Chance der technischen Mittler, Hochleistungen der Musik in Werk und Interpretation verfügbar zu haben, richtig zu bedienen weiß. Dabei ist in der schulischen Musikerziehung die durch das Musikhören in Rundfunk und Fernsehen geschaffene Problemoffenheit und das Problemringen Jugendlicher für die Herausbildung wertbegründeter Urteile zu nutzen.

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