Bericht 1972

Eintrag 186

BERICHT über die musikwissenschaftlichen Arbeiten in der Deutschen Demokratischen Republik

Artikel1971
Zum Bericht 1972

Michel, Paul: Das Beethoven-Bild der deutschen Musikerziehung in Vergangenheit und Gegenwart. Ein Beitrag zur Geschichte der Beethoven-Rezeption und der Schulmusik. - In: Bericht über den Internationalen Beethoven-Kongreß 10.-12. Dezember 1970 in Berlin. - Berlin: Verlag Neue Musik 1971, S. 189-206.

Auf der Grundlage der "Stiehlschen Regulative" (1854), der "Falkschen Bestimmungen", der von Kretzschmar bzw. Kestenberg eingeleiteten Reformen und der entsprechenden Lehrpläne für Schulen und Lehrerbildungsinstitute wird gezeigt, wie im Sinne des bürgerlichen Bildungsmonopols die Behandlung Beethovenscher Werke nur der höheren Schule Vorbehalten war und wie das - der Nachweis wird an den amtlichen Richtlinien und Lehrplänen einzelner Bundesländer geführt - auch noch heute für die Volksschule der BRD im Grundsätzlichen gültig ist, Es wird weiterhin gekennzeichnet, wie aufgrund der kontinuierlichen Weiterführung der Schul- und Kulturpolitik der revolutionären Arbeiterklasse durch die SED in der DDR das Werk Beethovens fest in den Musikunterricht der sozialistischen Schule integriert ist. Es wird nachgewiesen, wie entgegengesetzte gesellschaftliche Bedingungen in den beiden deutschen Staaten auch ein divergierendes Verhältnis zur Musik Beethovens und zu ihrer erzieherischen Funktion bedingen.

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