Bericht 1972

Eintrag 110

BERICHT über die musikwissenschaftlichen Arbeiten in der Deutschen Demokratischen Republik

Artikel
Zum Bericht 1972

Jung, Hans Rudolf: Die Entwicklung der Musikschule zu einer sozialistischen Ausbildungsstätte (1951-1967). - In: Festschrift der Hochschule für Musik "Franz Liszt" Weimar zum hundertsten Jahrestag. - Weimar: Hochschule für Musik 1972. S. 79-103.

Hauptentwicklungstendenz ist die Herausbildung einer fortschrittlichen künstlerischen Intelligenz. Die Neuorganisation des Hochschulwesens 1951 führte zu verstärkter kulturpolitischer Aktivität und einem höheren künstlerischen Leistungsniveau der Hochschule. Ausdruck der Anerkennung war die Verleihung von Nationalpreisen (1951) an Ottmar Gersten, Johann Cilenšek und Ernst Köhler. Die Kulturkonferenz der SED (1957) und die Einführung eines neuen Hochschulprogramms (1958/59) bewirkten eine qualitative Verbesserung der musikalischen Berufsausbildung, verstärkte Orientierung auf die spätere Berufspraxis und enge Verbindung zur kulturellen Massenarbeit, 1956 erfolgte die Verleihung des Namens "Franz Liszt" an die Hochschule, Konzertreihen und Hochschulwochen (1963/64) legten Zeugnis von den künstlerischen Leistungen der Studierenden ab und das Institut für Volksmusikforschung (seit 1951) leistete Wesentliches im Aufbau der kulturellen Massenarbeit.

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