Bericht 1967

Eintrag 324

BERICHT über die musikwissenschaftlichen Arbeiten in der Deutschen Demokratischen Republik

1967
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Wolff, Hellmuth Christian: Melodische Urform und Gestaltvariation bei Debussy. - Leipzig: Edition Peters 1967. - in: Deutsches Jahrbuch der Musikwissenschaft für 1966, Jg. 11. 1967, S. 95-105.

Bei der Analyse Debussyscher Musik wurde oft hingewiesen auf Verbindungen zur bildenden Kunst, auf Beziehungen zur Welt des Symbolismus, auf die Bedeutung von Klang und Klangfarbe. Weniger Beachtung fanden bisher die neuen Gestaltungsformen in der Kompositionstechnik, welche die alte thematische Arbeit durch die Variation von kurzen musikalischen Urmotiven ersetzte. Debussy schuf damit die Grundlage für eine neue Art der Gestaltvariation, die bis in die neueste Zeit hinein nachgewirkt hat und teilweise den seriellen Techniken nahesteht. Bei Debussys Urmotiven handelt es sich tun knappe Grundmodelle, aus denen zahlreiche Variationen gebildet werden. Sie bedeuten keinesfalls eine impressionistische Zersetzung oder Formauflösung, sondern sie weisen auf eine bewußte Konstruktivität. Der Autor belegt seine Ausführungen mit zahlreichen Notenbeispielen. (Z)

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