Bericht 1967

Eintrag 272

BERICHT über die musikwissenschaftlichen Arbeiten in der Deutschen Demokratischen Republik

1967
Zum Bericht 1967

Siegmund-Schultze, Walther: Händel-Forschung an der Universität Halle-Wittenberg. - in: Wiss. Zschr. d. Martin-Luther-Univ. Halle-Wittenberg, Ges.-Sprachw. R., Jg. 16. 1967, H. 2/3, S. III-125.

Der Beitrag beinhaltet die Entwicklung der Pflege des Händelschen Werkes an der Universität Halle-Wittenberg. Sie begann mit der Aufführung, von Oratorien auf Anregung J.F. Reichardts um 1800. Es folgten heftige Auseinandersetzungen um den Aufführungsstil der Händelschen Musik, bis in der Mitte des 19. Jahrhunderts Gervinus und Chrysander die wissenschaftliche Händelforschung begründeten. Mit der Schaffung einer musikwissenschaftlichen Institution an der Universität wurde Halle zu einem Zentrum der Händelforschung, von dem bedeutende Impulse für die Durchsetzung einer originalen Händelin-terpre-tation ausgingen (Max Seiffert, Max Schneider). Die neue große Händel-Initiative in Halle begann 1952 unter stärkster Zusammenarbeit von Musikwissenschaft und Musikpraxis. Bedeutende Publikationen wie die Händel-Jahrbücher und die Hallische Händel-Ausgabe erscheinen seit 1955. Dem Beitrag angefügt sind eine Aufstellung der Hauptthemen der Händelforschung in der DDR und ein umfangreiches Literaturverzeichnis. (Z)

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