Bericht 1975

Eintrag 300

BERICHT über die musikwissenschaftlichen Arbeiten in der Deutschen Demokratischen Republik

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Zum Bericht 1975

Seeger, Horst: Immer wieder: das Spezifische: 10 Gedanken zum Stand und zu nächsten Aufgaben unserer Opernarbeit. - In: Theater der Zeit. 30 (1975) 6, S. 9-10.

"Musiktheater" in der DDR wurde eine Form der Erbeaneignung. Deren Grundtendenz war realistisch und orientierte auf ein sozial neues wie auf die Unbildung des traditionellen Opernpublikums. Im Prozeß seiner Konstituierung erarbeitete sich das realistische Musiktheater seine theoretischen Grundlagen selbst. Die Opernautoren in der DDR fanden wieder inhaltlich relevante und zugleich künstlerische gültige Themenkreise, die eine opernspezifische Bearbeitung zulassen. Die nur "für den Tag" geschriebenen Opern haben kaum Uberlebenschancen, höchstmöglicher Grad der "Literaturfähigkeit" ist zu erstreben. Für opernartige Bearbeitungen aktueller Stoffe wurde zu Neben- und Mischformen Zuflucht genommen, Die Darstellung, Bestätigung und Mitgestaltung des Geschichtsbewußtseins der Arbeiterklasse auf der Opernbühne ist vorderste, dynamisch lösbare Aufgabe. Traditionalismus ist zu vermeiden und dennoch das Erwiesene zu bewahren.

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