Bericht 1975

Eintrag 266

BERICHT über die musikwissenschaftlichen Arbeiten in der Deutschen Demokratischen Republik

Diss. A
Zum Bericht 1975

Scharfenberg, Klaus-Dieter: Die Entwicklung des Jugendliedes im Gebiet der D[eutschen] D[emokratischen] R[epublik] in der Zeit von 1945 bis 1954. - Berlin, Diss. A, 1975. - V, 595 S., 30 Bl.

Die Entwicklung des sozialistischen Jugendliedes ist auf das engste verbunden mit der Entwicklung der FDJ, der einheitlichen sozialistischen Jugendorganisation der jungen Generation und mit der Entwicklung des ersten deutschen Arbeiter-und-Bauern-Staates. Die gesellschaftlichen Erscheinungen spiegeln sich mit ihren wesentlichen Merkmalen im sozialistischen Jugendlied wider. Auf der Grundlage einer eingehenden Auswertung aller im Druck erschienenen Jugendlieder konnten in einer umfassenden Klassifizierung textliche und musikalische Besonderheiten dargestellt werden, die das sozialistische Jugendlied in der Zeit von 1945 bis 1954 charakterisieren. Das sozialistische Jugendlied ist in der Regel für das Singen in größeren Gruppen als einstimmige - strophisch gegliederte - Liedweise mit oder ohne instrumentale Begleitung konzipiert; aber auch der ausgearbeitete mehrstimmige musikalische Satz tritt auf. Sein Wesensmerkmal wird bestimmt durch die Aufnahme charakteristischer Besonderheiten des Volksliedes, des Arbeiterliedes, des revolutionären Arbeiterjugendliedes vor 1945 und des internationalen Kampfliedes sowie von dem aus der Textgestaltung hervorgehenden rhythmisch-metrischen Gestus. Es ist ein gesellschaftlich populäres Gemeinschaftslied, das für die Epoche Volksliedcharakter trägt und mit einigen hervorragenden Beispielen in den Bereich des Volksliedes im strengen Sinne eingehen kann.

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