Ernst, Veit: Zur Situation der leichten Musik auf dem kapitalistischen Musikmarkt. - Rundfunkvortrag, Ms. 20 S.
Im Geschäft mit der "leichten" Musik dominiert auf dem kapitalistischen Musikmarkt die sogenannte Pop-Musik. Sie wird als Ware primär in Form von Schallplatten hergestellt. Im Pop-Musik-Geschäft lassen sich die Schallplattenmonopole ihre Kundschaft durch den Rundfunk zuführen. Die Sendung von Pop-Musik-Aufnahmen soll die Hörer zum Kauf der entsprechenden Schallplatten animieren. Unter diesen Umständen haben Text und Musik der Pop-Musik-Schallplatte als deren ästhetischer Gebrauchswert gleichzeitig die Funktion der Reklame für die Ware zu erfüllen. Deshalb erfahren in der Pop-Musik solche textlichen und klanglichen musikalischen Phänomene, die sich unter dem Aspekt der Reklamepsychologie als manipulierende "Auslöser" und "Schlüsselreize" interpretieren lassen, eine deutliche Bevorzugung.
Personen
- Veit Ernst Autor*in