Bericht 1974

Eintrag 4

BERICHT über die musikwissenschaftlichen Arbeiten in der Deutschen Demokratischen Republik

Artikel
Zum Bericht 1974

Allihn, Ingeborg: Musik im "Kollektiv selbständiger Künste". Zu Fragen des Bühnenmusikschaffens in der DDR. - In: Musik und Gesellschaft. 24 (1974), S. 385-390.

Das Bühnenmusikschaffen in der DDR von 1945 bis 1574 hat durch die Zusammenarbeit von Bertolt Brecht mit Hanns Eisler, Paul Dessau und anderer Regisseure und Autoren mit Komponisten dazu beigetragen, theoretische Ansatzpunkte zur Klärung des künstlerisch-ästhetischen Problems einer modifizierten Verbindung von Musik und Szene, bzw. von Musik im Zusammenwirken mit anderen Medien zu finden. Der von Brecht geprägte Begriff des "Kollektivs selbständiger Künste" deutet auf die gleichberechtigte Rolle der Musik im Ensemble der Schwesternkünste hin. Dieses Prinzip fand unter Einbeziehung epischer und aristotelischer Dramaturgie durch eine große Anzahl profilierter Komponisten in der DDR vielfältige Anwendung. Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, daß die Weiterentwicklung der Bühnenmusik von der Erkenntnis des dialektischen Zusammenwirkens von funktional-dramaturgischen Bedingungen und kompositionstechnischer Eigenentwicklung abhängt.

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