Bericht 1973

Eintrag 259

BERICHT über die musikwissenschaftlichen Arbeiten in der Deutschen Demokratischen Republik

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Zum Bericht 1973

Pischner, Hans: Prägen des Opernschaffens. - In: Forum: Musik in der DDR. T. 2. - Berlin: Deutsche Akademie der Künste 1972. S. 94-103. = Arbeitshefte. 9.

Die Oper des 20. Jahrhunderts in Deutschland beinhaltet in den besten Werken eine Auseinandersetzung mit der Gegenwart, wie es in der Geschichte der Oper stets der Pall war. Es gibt dabei eine logische historische Schnittlinie: das Ende des ersten Weltkrieges um das Jahr der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution, wo sich eine Wandlung des gesamten musikalischen Schaffens und besonders des Opernschaffens in Europa vollzog. Sie fand auch in Deutschland ihre Widerspiegelung, wenn man das Schaffen vieler deutscher zeitgenössischer Komponisten bis heute verfolgt. Charakteristisch für das neue Opernschaffen, das Anfang der fünfziger Jahre in der DDR einen deutlichen Aufschwung nahm, ist die Auswahl der Libretti beziehungsweise ihrer Dichter. Es ist auffallend, in welchem Maße sich gerade die Komponisten hier den bedeutendsten Schriftstellern der sozialistischen Gegenwartsliteratur zuwandten. Beispiele liefern hier Brecht, Wolf, Müller, Hacks, Neutsch u. v. a., die Libretti für die Komponisten Dessau, Kurzbach, Porest, Matthus und Kochan schrieben.

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