Bericht 1972

Eintrag 347

BERICHT über die musikwissenschaftlichen Arbeiten in der Deutschen Demokratischen Republik

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Zum Bericht 1972

Uszkoreit, Hans-Georg: Über Beethovens Verhältnis zur musikalischen Volkskultur. - In: Bericht über den internationalen Beethoven-Kongreß 10.-12. Dezember 1970 in Berlin: Verlag Neue Musik 1971. S. 437-441.

Im Gegensatz zur Auffassung, die die Verbindung zwischen artifizieller und Volksmusik als einen "Sonderfall" der "Klassik" (F. Blume) darstellt, zeigt sich die schöpferische Integration von Elementen der Volksmusik als ein "gemeinsames Merkmal des Barocks wie auch der Klassik", Ihre Wurzeln liegen in den vorrevolutionären und revolutionären künstlerischen und sozialen Bestrebungen der bürgerlichen Aufklärung, mit gemeinverständlichen Ausdrucksmitteln Ideen verkünden zu können. Beethovens schöpferisches Verhältnis zur musikalischen Volkskultur zeigt sich differenziert in fünf "Beschäftigungssphären", die einerseits das Arrangieren und Komponieren von Variationszyklen über Volkslieder, eigene Erfindung volkslied- und volkstanzartiger Stücke, andererseits die thematische und motivische Verarbeitung von Volksmusikelementen und Intonationen der französischen Revolutionsmusik umfassen.

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