Bericht 1972

Eintrag 305

BERICHT über die musikwissenschaftlichen Arbeiten in der Deutschen Demokratischen Republik

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Zum Bericht 1972

Schramowski, Herbert: Bemerkungen zu zwei Funktionsarten der Klavierimprovisation im Schaffen Beethovens. - In: Bericht über den Internationalen Beethoven-Kongreß 10.-12. Dezember 1970 in Berlin. - Berlin: Verlag Neue Musik 1971. S. 395-404.

Der Improvisationseinfluß versteht sich als partielle Integration in Beethovens kompositorischer Tätigkeitsstruktur, die als übergeordnetes Schaffensprinzip den entscheidenden Faktor darstellt, Für Beethoven kommen folgende zwei improvisatorische Einflußmöglichkeiten in Betracht: 1. Ausgangsfunktion: ihre Aufgabe besteht in der momentanen Ideenfindung und damit Bereitstellung musikalischen Gedankengutes vor der eigentlichen kompositorischen Arbeit. 2. Latente Einflüsse; neben der Verwertung einzelner musikalischer Gedanken (entweder skizziert oder im Langzeitgedächtnis gespeichert) aus früheren Improvisationen erfordern die z. T. unmerklichen, häufig unterbewußten Anregungen, resultierend aus langjähriger Improvisationspraxis, besondere Aufmerksamkeit, Die Klavierimprovisation hat demnach Beethovens kompositorisches Schaffen sowohl unmittelbar bzw. direkt als auch mittelbar, d. h. in einem weitgefaßten Sinne positiv beeinflußt.

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