Richter, Lukas: Schönbergs Harmonielehre und die freie Atonalität. - In: Deutsches Jahrbuch d. Musikwissenschaft für 1968. Jg 13. - Leipzig: VEB Ed. Peters 1969. S. 43-71.
Am Schluß seiner überwiegend retrospektiven Harmonielehre gibt Schönberg, ausgehend von der Ansicht der Tonalität als bloßem Konstruktionsmittel und des nur graduellen Unterschiedes zwischen Konsonanz und Dissonanz eine Darstellung emanzipierter Klangstrukturen (Ganztonleiter, Quartakkorde, Komplexklänge), die er anhand von Beispielen aus seinem Werk und dem von Berg, Webern, Schreker und Bartók beschreibt; mit der Betrachtung von Phänomenen der späterhin sogenannten "freien Atonalität" erreicht die empirische Musiktheorie im Nachvollzug der progressiven Praxis eine neue Qualität.
Personen
- Lukas Richter Autor*in