Bericht 1970

Eintrag 131

BERICHT über die musikwissenschaftlichen Arbeiten in der Deutschen Demokratischen Republik

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Zum Bericht 1970

Hüttel, Walter: Christian Gottlob Saupe, Leben und Werk. - In: Die Musikforschung. 23 (1970), 3, S. 311-321.

Der aus Wechselburg stammende Christian Gottlob Saupe war mit D. G. Türk befreundet und vermutlich dessen Schüler. Im Jahre 1782 wurde er gräflich schönburgischer Hof- und Stadtorganist in Glauchau und bekleidete dieses wichtige Amt bis zum Tode. Er war ein exzellenter Orgelspieler, der seine Kunstfertigkeit auch unterweisend weitergab. Saupe verkörpert den Typ des selbstbewußten bürgerlichen Künstlers im 18. Jahrhundert. Seine Kirchenmusik gehört zum Besten ihrer Art nach Bachs Tode. Die Lieder weisen in manchem auf Schubert und Loewe hin. Auch an der Entwicklung der klassischen Sonate ist er progressiv beteiligt.

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