Mehner, Klaus: Kritisches zum traditionellen Synkopenbegriff - Halle: Inst. f. Musikwiss. 1966. - in: Sonderdruck 'Prof. Dr. W. Siegmund—Schultze zum 50. Geburtstag'.
Bin Begriffe der musikalischen Elementarlehre, die Zum großen Teil im 19. Jahrhundert geprägt worden sind, müssen für unsere Zeit neu durchdacht werden. So genügt es nicht mehr, unter Synkope nur den Vorgang einer Akzentverschiebung (Überbinden eines leichten Wertes zum nachfolgenden schwereren) zu verstehen, denn damit erfolgt keine klare Abgrenzung gegen die Erscheinung des Taktwechsels. Die Synkope ist vielmehr ein Gegeneinander von rhythmischen und metrischen Funktionen. Es ist also notwendig, streng zwischen Konfliktrhythmen, Konfliktmetren und den Konflikten zwischen metrischer Ordnung und rhythmischem Verlauf zu unterscheiden.
Personen
- Klaus Mehner Autor*in