Fleischhauer, Günter: Einige Gedanken zur Instrumentation Telemanns. - In: Konferenzbericht der 3. Magdeburger Telemann-Festtage 1967. T. 2. - Magdeburg: Rat d. Stadt 1969. S. 40-67.
Mit zeitgenössischen Theoretikeraussagen, Telemanns autobiographischen Bemerkungen und ausgewählten Klangbeispielen (aus Opern, Kantaten, Oratorien, programmatischen Ouvertü-ren-Suiten u.a.) werden Merkmale und Faktoren behandelt, die für Telemanns sinn- und bedeutungsvolle Instrumentenwahl charakteristisch und bei deren Kombination wirksam wurden: die instrumentengerechte Schreibweise, zu der er dank seiner universalen Vertrautheit mit allen gebräuchlichen Instrumenten besonders befähigt war; die Vermenschlichung der instrumentalen "Klangrede" durch bewußte Anwendung des kantablen Prinzips und Telemanns sensualistische Freude an Wohllaut, instrumentalem Klangreiz und farbigen Klangmischungen im Dienst musikalischer Ausdrucksgestaltung. Ferner dienten ihm die Instrumentenwahl und -kombination in dramaturgisch-planvoller Klangregie auch zur architektonischen Gliederung einzelner Teile und ganzer Werke, wie am Kantatenzyklus "Die Tageszeiten" (1757) und Oratorium "Der Tag des Gerichts" (1762) demonstriert wird.
Personen
- Günter Fleischhauer Autor*in