Busse, Burghard: Beiträge zur Musikgeschichte der Stadt Wismar von der Stadtgründung bis 1700. - Berlin, Phil. Diss. 1970. 303 S.
Die Arbeit enthält zwei Hauptabschnitte: (1) Die musikgeschichtliche Darstellung der Stadt Wismar und (2) Wismar in der norddeutschen Musikgeschichte des 17. Jahrhunderts. Umfang und die zeitliche Begrenzung der Arbeit ergaben sich aus der Quellenlage. In Wismar wurden wie in den norddeutschen Städten Hamburg, Lübeck, Lüneburg und Rostock im 13. und 14. Jahrhundert Spielleute seßhaft. Für diese Musiker, die als Ratsmusikanten bezeichnet werden, legt der Rat autokratisch Rechte und Pflichten, die Besoldungshöhe sowie die Höhe der Einnahmen für die verschiedenen Einsätze fest und bestimmte hierdurch primär ihre sozialen Verhältnisse. Im Jahre 1586 ist quellenmäßig der erste Meister der Kunstpfeifer belegbar. Direktoren der Instrumentalmusik stellte der Rat seit 1658 ein. In Wismar gab es in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts konzertmäßige Veranstaltungen in der Form von außergottesdienstlichen Musikveranstaltungen ("extraordinarie Musiken") in den Kirchen.
Personen
- Burkhard Busse Autor*in