Bericht 1966

Eintrag 123

BERICHT über die musikwissenschaftlichen Arbeiten in der Deutschen Demokratischen Republik

Referat
Zum Bericht 1966

Klemm, Eberhardt: Typologie der Variationswerke Hanns Eislers. - Referat.

Eisler hat zahlreiche Variationen geschrieben. Ganz grob lassen sich zunächst Variationen, die zu zyklischen. Werken gehören und alleinstehende Variationsserien unterscheiden. Innerhalb dieser Klassen gibt es sodann, tonale, frei-atonale und zwölftönige Variationen, welche je spezifische Probleme bergen. So erheben sich z.B. für den Fall von zwölftönigen Variationen folgende Fragen: wird die Reihe variiert oder das Thema (beides braucht nicht identisch zu sein), gibt es einen funktionellen Plan für die Abfolge der Variationen (Exposition, Loslösungsgruppe, Reprise), wie ist das Verhältnis von strukturellen zu non-strukturellen Einzelvariationen, u.a. Eisler hat nach keinem Rezept gearbeitet, vielmehr lassen sich bei ihm sehr divergente Variationsprinzipien feststellen.

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