Bericht 1968

Eintrag F 152

BERICHT über die musikwissenschaftlichen Arbeiten in der Deutschen Demokratischen Republik

Diss.
Zum Bericht 1968

Zimmermann, Reiner: Zum Begriff des Sinfonischen in den Kammersinfonien (einschließlich Sinfonien für Kammerorchester) des 20. Jahrhunderts. - Diss., Inst. f. Musikwiss. Leipzig.

Ziel und Methoden: Der Begriff des Sinfonischen in der Klassik verbindet sich durch die Individualgestalt des Hauptthemas mit der Emanzipation des Bürgers im 18. Jahrhundert. Eine thematisch sich entwickelnde Arbeit ist das Kennzeichen des Sinfonischen auch in den neuen Kammersinfonien; sie ersetzt die funktional-harmonischen Bindungen. Die Kammersinfonie (seit Schönbergs op. 9, 1906) verbindet sinfonische Großform und kammermusikalisch-subtile Durchformung des Satzes. Die ausschließliche thematische Arbeit bei Schönberg (op. 9 und 38), Eisler, Enescu, Milhaud bewirkt eine Vertiefung der thematischen Substanz (Vergegenwärtigung).

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