Bericht 1968

Eintrag F 15

BERICHT über die musikwissenschaftlichen Arbeiten in der Deutschen Demokratischen Republik

Forschungsauftrag und Diss.
Zum Bericht 1968

Breitkreutz, Dieter: Zur Wertung verschiedener musikästhetischer Begriffe der Arbeiten Eduard Hanslicks. - Forschungsauftrag und Diss., Inst. f. Musikwiss. Halle. Beginn: 1964.

Die Arbeit untersucht den Inhalt verschiedener in der Ästhetik Hanslicks vorkommender Begriffe. Ihre Brauchbarkeit in unserer Zeit wird durch Vergleiche mit zeitgenössischen ästhetischen Begriffen untersucht. Hanslick sucht den Grund für eine künftige Musikästhetik auf dem Gebiet der Musikpsychologie. Es erscheinen Ansätze für die Begriffe: Bezugssystem, Funktionalität, Intonation. Der Begriff "Form" wird allgemein als "Verhältnis" verstanden. Die Beziehungen der musikalischen Elemente zu Außermusikalischem zeigen sich in Charakteristik, der Gefühlsdynamik und dem Physiognomischen. Die Ästhetik soll eine Analyse der Elemente bringen, aus denen sich ein Werk zusammensetzt. Synthetische Sammelpunkte sind die Begriffe Schönheit und geistiger Gehalt. Geistiger Gehalt deckt sich etwa mit der Aussage des Kunstwerkes, während Schönheit als emotionierende Form jenes Geistigen verstanden wird. Hanslick wurde vor allem durch R. Zimmermann beeinflußt; Beziehungen zur klassischen deutschen Ästhetik lassen sich nachweisen, der Einfluß Näglis wurde überschätzt.

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