Bericht 1968

Eintrag 197

BERICHT über die musikwissenschaftlichen Arbeiten in der Deutschen Demokratischen Republik

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Spieler, Heinrich: Drei Uraufführungen von Ernst Hermann Meyer. Neue Lieder. - In: Musik u. Gesellschaft. 18 (1968), S. 186-187.

Der Komponist hat bisher rund 250 Lieder geschaffen. Vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten nutzte er in den im November 1967 in Berlin uraufgeführten Kompositionen auf Texte von Johannes R. Becher, Arnold Zweig, Eugene Pottier und Willi Lavh. Die 3 Orchesterlieder nach Becher behandeln die Frage des emigrierten Künstlers nach dem anderen Deutschland und geben musikalisch der Zuversicht Ausdruck, daß dieses bessere Deutschland wieder feste Konturen gewinnt. Das Orchesterkolorit wird farbig und expressiv dem emotional differenzierten Textgehalt zugeordnet. Die Zweig-Vertonungen (Klavierlieder) sind in einer intimeren Klang- und Ausdrucksphäre angesiedelt, während der Song nach Eugène Pottier dem Agitpropstil nahesteht, "Das Bild" nach Willi Layh ist ein innerer Monolog eines Arbeiters, der ein unbekanntes Lenin-Bild betrachtet, die Vertonung verweist darauf, daß auch auf Weltpolitik mit ganz persönlichen Empfindungen reagiert wird. (Markowski)

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